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Voltaire Werkverzeichnis Deutsch







Kurzbiographie Voltaires lesen


Comtesse von Bentinck Freundin Voltaires


Châtenay - in Arouets Landhaus


Im Jahre 1712 erwarb Voltaires Vater, der Advocat François Arouet, ein ländliches Anwesen in Châtenay.

Treppe vom Haus Arouet Dieser Aufgang ist von dem Anwesen der Arouets noch übrig. Laut Touristenbüro ist es der authetische Treppenaufgang von 1712.

Wenn es so ist, kann man annehmen, daß es sich um ein repräsentatives Haus gehandelt hat.

Photo: Mairie de Châtenay-Malabry
 
Voltaire wurde aufgrund eines kritischen Gedichtes ("puero regnante") gegen den Regenten am Morgen des 16. Mai 1717 von einem Polizeikommissar mit einer "Einladung" konfrontiert:

"Der Wunsch seiner königlichen Hoheit ist, daß Sieur Arouet, Sohn, festgenommen und zur Bastille gebracht wird. Phillipe."

In der Bastille verbrachte er 11 Monate, während der er nicht nur überlegte, seinen Namen zu ändern, sondern auch den Anfang seines epischen Gedichtes "La Ligue" verfasste, das später unter dem Titel "La Henriade" in ganz Europa gelesen wurde. Am 11. April 1718 verläßt Voltaire , damals noch "nur" als François Marie Arouet die Bastille und muß sich nach 8 viel zu kurzen Tagen in Paris nach Châtenay begeben, in das Landhaus seines Vaters. Am 10. April 1718 schrieb das Sekretariat des Königshauses:

"Der Wunsch seiner königlichen Hoheit ist es, daß Herr Arouet, Sohn, Gefangener in der B., freigelassen und verlegt wird ins Dorf Châtenay, bei Sceaux, wo sein Vater, der dort ein Landhaus hat, ihn unterbringen wird".

Aus Châtenay, vom 12, Juni 1718, datiert der erste Brief, gerichtet an den Earl of Ashburnham, den Voltaire mit "Arouet de Voltaire" unterzeichnet. Im Oktober 1718 endet die Verbannung, Voltaire kehrt aus Châtenay nach Paris zurück, gerade noch rechtzeitig für die Aufführung seines Theaterstückes "Œdipe" (18,Nov.1718).

Als Ergänzung hier noch das Gedicht 'puero regnante', dessen Urheber zu sein Voltaire immer bestritten hat - aus dem Lateinischen übersetzt von Theodore Besterman:

Ein Knabe herrscht,
ein Mann, der berüchtigt ist
für seine Giftmischerei
und seinen Inzest, regiert.

Die Berater unwissend und unzuverlässig
die Religion noch unzuverlässiger,
ein leerer Staatsschatz,
das Vertrauen des Volkes erschüttert.

Vor der drohenden Gefahr eines allgemeinen Aufruhrs,
das Vaterland einer schnöden und voreiligen Hoffnung
auf die Krone geopfert;
Frankreich kurz vor dem Untergang.

Der Knabe ist natürlich der noch unmündige Ludwig XV und der Mann der Duc d'Orléans, dem man nachsagte, ein Verhältnis mit seiner Tochter zu haben.

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