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Voltairianer
Voltaire Werkverzeichnis Deutsch







Kurzbiographie Voltaires lesen


Comtesse von Bentinck Freundin Voltaires

Besterman
Theodore Besterman
1904 - 1976

Beaumarchais
Pierre A. Beaumarchais
1732 - 1799

Prangins Jean Louis Wagnière
Jean Louis Wagnière
1739 - 1802

Emilie du Chatelet
Ausschnitt aus Gemälde v.
J.M. Nattier 1755 (Comédie Francaise)

Pierre Augustin
Caron de Beaumarchais

-Lebenslauf
-Werk
-Links

Zahlreich sind die Biographien über den illustren Beaumarchais, wenige widmen seinen Verdiensten für das Werk von Voltaire mehr als ein paar Zeilen. Dabei ist es seinem Engagement, seinem Geschäftssinn und seiner Bereitschaft, sehr viel Geld zu investieren, zu verdanken, daß die monumentale Kehler Ausgabe der Werke Voltaires erscheinen konnte.
Diese Ausgabe stellte sogar für den bedeutendsten  französischen Buchhändler und Verleger C.J. Panckouke der Zeit eine zu große Herausforderung dar. Erst Beaumarchais  führte das Projekt aus. Glücklicherweise war er wohlhabend und Voltaire zugetan: 160.000 Franken zahlte er an Panckoucke für die Übernahme der Schriften und die Abtretung sämtlicher Veröffentlichungsrechte. Für weitere 150.000 francs kaufte er aus der Hinterlassenschaft des berühmten englischen Buchdruckers Baskerville sämtliche Typen und Stanzen, schließlich noch 2 Papierwerke in den Vogesen. Er schickte Leute nach Holland, um dort die besten Methoden zur Papierherstellung zu studieren. Wegen der Zensur in Frankreich wandte sich Beaumarchais an den Markgrafen Karl Friedrich von Baden-Durlach: “Was verlangen wir? Einen Winkel der Erde, wo wir sicher sein können vor voreiligen Zensuren und einer unsere Arbeit störenden Inquisition.” Am 18. 12. 1780 erteilt der Markgraf “gnädigst die Erlaubniß zur Aufrichtung eines Buchdruckerey und Schriftgießerey Etablissement in Unserer Stadt Kehl besonders zur Druckung derer Schriften des Voltaire mit baskevillischen Lettern.” Allerdings mit der Einschränkung, daß "..nahmentlich die Pucelle d'Orléans, Le Cantique des Cantiques und der Candide in unserer Stadt Kehl nicht gedruckt" werden dürften, eine Bedingung, der sich Beaumarchais nicht fügte. Um die Subskribentenzahl für die Voltaire-Ausgabe zu erhöhen, beteiligte Beaumarchais die Käufer an einer Lotterie, bei der man bis zu 24.000 Livres gewinnen konnte. Joachim Heinrich Campe schrieb über die Druckerei, die er 1785 besichtigte: “Eine so ansehnliche Druckerei als diese ist, hat, soviel ich weiß, noch nirgends existiert.”

Lebenslauf

  • 1732 am 24. Januar Geburt von Pierre-Augustin Caron als siebtes Kind einer protestantischen Familie. Sein Vater André-Charles war Uhrmacher, wohnt in der Rue Saint Denis, Paris
  • 1753 Beaumarchais erfindet eine verbesserte Ankerhemmung für Uhren
  • 1759 gibt den Töchtern d. Königs Musikunterricht, lernt den Finanzmann Paris-Duverney kennen, der ihm zu Reichtum verhilft
    1761 erwirbt den Titel des königlichen Beauftragten für Wasser und Waldwirtschaft, verbunden mit einem Adelspatent
  • 1762 versucht sich - ohne anhaltenden Erfolg - als Geschäftsmann in Madrid
  • 1773 3.Januar: Der Barbier v. Sevilla wird v.d. Comédie Francaise angenommen, aber erst 1775 aufgeführt
  • 1774 Beaumarchais organisiert Unterstützungskampagnen für die Aufständischen in den USA
  • 1778 Arbeit an der Hochzeit des Figaro
  • 1779 Beginn mit dem Projekt, die Werke Voltaires herauszugeben
  • 1781 Subskription für die Werke Voltaires aufgelegt
  • 1783 die ersten Bände der Werkausgabe werden in Kehl gedruckt
  • 1784 die Hochzeit des Figaro in der Comédie uraufgeführt
  • 1790 69 Bände der Voltaire-Werkausgabe werden herausgegeben, es haben sich aber nur 2500 Subskribenten gefunden, zu wenig, um die Kosten zu decken
  • 1794 Beaumarchais gerät durch einen Waffenhandel in die Wirren der Revolution, wird konterrevolutionärer Handlungen verdächtigt, flieht nach Hamburg, nach dem Tod Robespierres Rückkehr 1776 nach Paris, wird rehabilitiert
  • 1799 18. Mai: Beaumarchais stirbt an einem Schlaganfall in Paris

Werke:

  • Oeuvres complètes, Paris:Collin, 1809, 7 vols. 1-2 Theatre, 3-4 Mémoires, 5 Compte rendu 6-7 Correspondance

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